Gedenken neu denken. Wie sich unser Erinnern an den Holocaust verändern muss
Lesung und Diskussion mit Susanne Siegert
Lesung von Susanne Siegert aus ihrem Buch "Gedenken neu denken. Wie sich unser Erinnern an den Holocaust verändern muss", erschienen am 31.10.2025.
Unsere Erinnerungskultur muss sich verändern. Wie und warum, legt Susanne Siegert in diesem Buch dar. Sie plädiert für eine pluralistische, neue Gedenkarbeit mit einem Schwerpunkt auf der Verantwortung der Nachfahren der Tätergeneration anstelle unserer »einstudierten« gemeinsamen Rückschau mit den Opfern. Es geht um weniger bekannte NS-Verbrechen, um weniger bekannte Orte, um bisher vernachlässigte Opfergruppen. Gleichzeitig zeigt dieses Buch, wie wichtig eine aktivere, vielfältigere Gedenkkultur ist, um künftige Generationen auch ohne direkte Zeitzeugenberichte zu erreichen.
Susanne Siegert, geboren 1992, klärt auf Instagram und TikTok unter @keine.erinnerungskultur über den Holocaust auf. Für ihre Aufklärungsarbeit wurde die Journalistin 2024 mit dem ELNET Preis und dem Grimme-Online-Award ausgezeichnet. Gerade wurde ihr der Margot Friedländer Persönlichkeitspreis 2025 für ihren unermüdlichen Einsatz verliehen. Die gebürtige Oberbayerin lebt heute in Leipzig.
Im Anschluss an die Lesung beantwortet die Autorin Fragen aus dem Publikum.
Eintritt frei, Spenden erwünscht (Spendenempfehlung: 5 € pro Person)
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
- Susanne Siegert