Trauer in allen Facetten
Hospiz- und Palliativtag
Verschiedene Anbieter und Einrichtungen haben sich in einem regionalen Arbeitskreis für medizinisch-pflegerische Palliativbetreuung und Hospizarbeit zusammengeschlossen.
Ziel des Regionalkreises Hospizarbeit ist die Verbesserung einer umfassenden Betreuung von schwerkranken und sterbenden Menschen sowie ihren An- und Zugehörigen in der ambulanten und stationären Situation. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Programm
8.30 Uhr Anmeldung
9.30 Uhr Begrüßung: Kunibert Herzing,1. Vorsitzender Hospizverein Landshut
Grußworte: Oberbürgermeister der Stadt Landshut
Vorträge & Workshops
09.45– 10.30 Uhr Trauer ohne Abschied- eine besondere Herausforderung
Golrokh Esmaili
10.30– 11.15 Uhr
Schuld macht Sinn! Schuldvorwürde in Trauerprozessen neu verstehen
Dr. Tanja M. Brinkmann
11.15– 12.00 Uhr
Digitales Weiterleben? Wie KI den Umgang mit Tod, Trauer und Erinnerung verändert
Dr. Martin Hennig
12.00– 13.15 Uhr Mittagspause mit Imbiss
13.15– 13.35 Uhr
Wie geht die Polizei intern mit Tod und Trauer um?
Polizeiinspektion Landshut
13.45– 15.00 Uhr
Workshops
15.05– 15.35 Uhr
Trauer & Humor: Ab wann darf ich wieder lachen?
Rainer Teufel
15.35 Uhr
Verabschiedung
Workshop 1
Trauerbegeitung praktisch- Vertiefung der Haltung
Dr. Tanja M. Brinkmnn
Die Trauerversorgung in Deutschland hat sich den
letzten Jahren ausdifferenziert. Trauerbegleitung ist
dabei ein wichtiger Baustein. Ein wichtiges Funda
ment in der Trauerbegleitung ist die Haltung der
Begleitenden. In diesem Workshop wird ein Hal
tungsdreiklang vorgestellt, diskutiert und vor allem
praktisch geübt.
Workshop 2
„Das macht mich traurig im Herz!“–Menschen mit kog
nitiver Beeinträchtigung in Trauerprozessen begleiten
Anna Tonzer
Jeder Mensch kann trauern- doch wie Trauer erlebt
und ausgedrückt wird, ist individuell. Im Workshop
beleuchten wir Aspekte, die Trauerprozesse von
Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung behindern
und suchen dann gemeinsam nach „Trittsteinen“.
Zudem überlegen wir, wie Hospiz- und Trauerarbeit
wirksam in Einrichtungen der Behindertenhilfe
eingebunden werden können.
Workshop 3
Tote Menschen fotografieren– warum?
Uwe Dreier
Ein Rückblick auf die Post-Mortem-Fotografie am
Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts sowie
eine Darstellung der aktuellen Situation. Welche
Bedeutung hatten diese Bilder damals und welchen
Stellenwert haben Bilder von Sternenkindern heute?
Workshop 4
Trauer im Altenpflegeheim
Pfarrerin Johanna Krieger und Renate Clemens
Im Altenpflegeheim begegnet man beruflich wie privat
häufig Verlust, Krankheit, Sterben und Trauer– bei sich
selbst, Bewohnern und Angehörigen. Der Workshop
vermittelt Wissen zu Trauer und Trauerprozessen und
gibt praktische Anregungen für den Umgang mit Trauer im Altenpflegeheim.