Einfach nur spielen?!

erleben – lernen – stärken

Der Pädagogische Kongress 2026

Landshut, 18.11.2026, Fachakademie für Sozialpädagogik, Seligenthal

Ankommen 8.30 Uhr, Beginn 9.00 Uhr

Spielen ist weit mehr als Zeitvertreib – es ist ein zentraler Raum für Lernen, Erleben und persönliche Entwicklung. In spielerischen Situationen stärken Kinder ihre sozialen, emotionalen und kognitiven Fähigkeiten und entdecken ihre eigene Wirksamkeit. 

Der Pädagogische Kongress „Einfach nur spielen?“ rückt das Spiel als wichtigen Bildungsraum in den Mittelpunkt und lädt dazu ein, es als die Grundlage für Lernen, Entwicklung und kindliches Sein zu entdecken. 

Freuen Sie sich auf inspirierende Impulse, fachlichen Austausch und praxisnahe Anregungen für eine Pädagogik, die dem kindliche Spiel eine Bedeutung gibt.

Ab März finden Sie auf dieser Seite die Informationen zu den geplanten Workshops und können sich zum Kongress anmelden.

Workshop 1: Prof. Dr. Tanja Brandl-Götz

Ene mene miste... - Spielen in einer sich verändernden Gesellschaft

Spielen Kinder heute noch wie vor 20 Jahren? Wo früher Hinterhöfe, Wiesen und Straßenzüge zu Abenteuerspielplätzen wurden, treffen heute digitale Welten, veränderte Familienrealitäten und neue Bildungsansprüche aufeinander. Auch das gestiegene Bewusstsein für kindliche Gesundheit sowie für eine nachhaltige Lebensweise beeinflussen, wie Spiel gestaltet und erlebt wird.

Spielorte verschieben sich. Spielinhalte verändern sich. Kindliches Spiel ist damit ein Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen – lebendig, dynamisch und stetig im Wandel. Dieser Workshop geht genau diesen Veränderungen auf den Grund:

  • Wie spielen Kinder heute wirklich?
  • Welche gesellschaftlichen Strömungen beeinflussen ihr Spiel?
  • Und vor allem: Wie können wir Spielräume bewusst, reflektiert und entwicklungsförderlich gestalten?

Wir nehmen aktuelle Entwicklungen unter die Lupe, tauschen Erfahrungen aus und entwickeln gemeinsam Impulse für eine zeitgemäße, sensible Begleitung kindlichen Spiels.

Workshop 2: Szilvia Jördens

Nur spielen? Oder schon Hochleistung fürs Leben? - Was würden M. Montessori und E. Pikler dazu sagen?

„Die spielen ja nur!“ – Wirklich? In diesem praxisnahen Workshop widmen wir uns der zentralen Rolle des freien Spiels in der frühen Bildung und beleuchten es aus der Perspektive von Maria Montessori und Emmi Pikler.

Die Teilnehmenden sind ausdrücklich eingeladen, selbst aktiv zu werden: Materialien ausprobieren, Perspektiven wechseln, beobachten, reflektieren und gemeinsam diskutieren. So wird erfahrbar, warum Nicht-Eingreifen manchmal die größte pädagogische Kunst ist und wie Spiel echte Entwicklungsarbeit leistet.

Für alle, die Spiel nicht nur verstehen, sondern erleben möchten.

Workshop 3: Steve Heitzer

Das verkannte Spiel. Wenn Kinder körperlich werden. - Kämpfen, spielen oder mehr?

Kämpfen oder Spielen, was tun sie da? Was dürfen sie, was nicht? Wann greifen wir ein? Wie greifen wir ein? 
Wenn Kinder körperlich werden, gibt es viel Verwirrung. Mal schauen Erwachsene weg, mal würgen sie jeden Kontakt ab. Wer mit Kindern zu tun hat, kriegt es mit Körperlichkeit zu tun. Es ist ein authentisches Bedürfnis des Menschen, sich und andere zu spüren, handfest Kontakt aufzunehmen zur Welt und zu den Dingen. Es lohnt sich, sich damit zu beschäftigen, genau hinzuschauen und Wege zu suchen, Kinder in ihrem Bedürfnis und Spiel adäquat zu begleiten.

Workshop 4: Simone Wanzek-Weber

Spielendes Kind - starkes Kind - Spielend die Persönlichkeit entwickeln

Die persönlichkeitsstärkende Wirkung des Frei-Spiels ist atemberaubend, allerdings aktuell durchaus gefährdet. Perfektioniertes Spielzeug, vorgefertigte (digitale) Spielideen, sowie vielfältige Ablenkungsmöglichkeiten behindern zunehmend den Freiraum für eigene Kreativität. Wie kann ich der zunehmenden Spielunfähigkeit der Kinder entgegenwirken und wie muss die Umgebung gestaltet sein, um freies Spiel anzuregen. Praxisnah und lebendig bringt der Workshop neuen Wind in die Ideenkiste, diesen Entwicklungsraum für die Kinder optimal zu gestalten. 

Workshop 5: Daniela Lang

Bewegung macht Schule - Neuromotorische Entwicklung im Spiel erkennen, verstehen und fördern

In diesem praxisnahen Workshop erhalten Sie einen kompakten Einblick in die Bedeutung frühkindlicher Reflexe für das Spiel- und Lernverhalten von Kindern.

Sie erfahren, wie sich nicht vollständig integrierte Reflexe im Kita-Alltag zeigen können und welche Rolle Bewegung und Emotionen dabei spielen. 

Kurze Selbsterfahrungsübungen ermöglichen einen Perspektivwechsel und fördern das Verständnis für kindliche Herausforderungen.

Ziel ist es, neue Beobachtungsansätze und konkrete Spielimpulse für eine entwicklungsfördernde Praxis mitzunehmen.


Pädagogischer Kongress

Pädagogischer Kongress ist eine Idee der Katholischen Erwachsenenbildung. Die Bildungswerke Traunstein, Garmisch und Landshut haben das Format gemeinsam entwickelt; der Kongress findet dann in identischer Form in den drei Landkreisen statt.

Die bisherigen Themen:

Vielfalt wahrnehmen | schätzen | leben (2024)
Natürlich aufwachsen - Natur erleben – Persönlichkeit entfalten – zur Verantwortung wachsen (2022)
Herzensbildung - auf die Beziehung kommt es an (2019)
Empowerment (2017)
Resilienz (2015)
Inklusion (2014)

Unsere Bildungswerke sind fest in der Region verankert; wir verstehen uns als Bildungspartner in der Region. Und für die Region ist auch der Kongress gedacht. Darum ist der PäKo hochkarätig besetzt was die ReferentInnen angeht, hat ein eigenständiges und professionelles Veranstaltungsdesign was Ablauf und Gestaltung angeht, bietet einen hohen Praxisbezug und greift aktuelle pädagogische Themen auf. Gedacht ist die Veranstaltung für Pädagogische Fachkräfte in der Region aus Kindergarten und Hort, Schule und Arbeitswelt, Fachstellen, Beratungsstellen, Institutionen. Damit ergibt sich auch die Gelegenheit für „spartenübergreifende“ Vernetzung/Kennenlernen der Fachkräfte untereinander. Natürlich sind uns auch andere InteressentInnen willkommen und besonders auch Ehrenamtlich Tätige (mit einem eigenen Sonderpreis). Neben der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema (Kongressvortrag) gibt es Kreatives (Einstieg Improtheater), Austauschzeiten (Kaffeepausen, gemeinsames Mittagessen) und vor allem Praktisches: in workshops können am Nachmittag einzelne Aspekte des Themas vertieft werden. So ergänzt der Pädagogische Kongress unser Themenangebot im Bereich Pädagogik: die landkreisweiten Eltern-Kind-Gruppen, das Fortbildungsangebot für MitarbeiterInnen in Kindertagesstätten und die Elternabende in den Kindergärten.


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Zertifiziert nach dem QualitätsEntwicklungsSystem mit Zertifizierung (QESplus) der katholischen Erwachsenenbildung in Bayern