Kapuziner und Kapuzinerinnen in Landshut - Auf Spurensuche nach einem fast vergessenen Erbe
Wo heute ein Einkaufszentrum steht, befand sich einst das Kapuzinerkloster. Und hinter modernen Wohnanlagen verbirgt sich die Geschichte eines ehemaligen Klosters der Kapuzinerinnen. Im Rahmen der Vortragsreihe "KlosterSpuren Landshut" lädt dieser Abend dazu ein, die kaum noch sichtbaren Spuren zweier bedeutender Ordensgemeinschaften zu entdecken.
Über Jahrhunderte prägten die Kapuziner mit ihrer franziskanischen Lebensweise, ihrer Seelsorge und ihrer Predigttätigkeit das religiöse Leben Landshuts. Die Kapuzinerinnen führten ein zurückgezogenes, kontemplatives Leben, doch ihre Kirche mit dem Gnadenbild der Loreto-Madonna war ein wichtiger Anziehungspunkt der Landshuter Sakrallandschaft.
Mit der Säkularisation begann das Ende beider Klöster. Während die Kapuzinerinnen bis zum Aussterben ihres Konvents im Kloster bleiben konnten, verschwand das Kapuzinerkloster schließlich vollständig aus dem Stadtbild. Das ehemalige Loretokloster erlebte dagegen eine bewegte Geschichte: von der Übernahme durch die Franziskaner über die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg bis hin zum heutigen Umbau zu einer Wohnanlage.
Anhand historischer Quellen und eindrucksvoller Bildzeugnisse nehmen Markus Mitschke und Max Tewes das Publikum mit auf eine spannende Spurensuche. Der Vortrag beleuchtet die Geschichte der beiden Klöster, ihre Bedeutung für die Entwicklung Landshuts und den Wandel ihrer Standorte im Laufe der Jahrhunderte. Dabei wird sichtbar, welche Spuren klösterlichen Lebens bis heute erhalten geblieben sind - und welche sich erst auf den zweiten Blick erschließen.
Ein Abend für alle, die sich für Stadtgeschichte, Ordensleben und den Wandel urbaner Räume interessieren.
- Markus Mitschke Weitere Veranstaltungen dieses/r Referenten/in
- Max Tewes