Mensch bleiben in unmenschlichen Zeiten
Persönliche Erfahrungen einer russischen Autorin
Wie bewahrt ein Mensch seine Menschlichkeit, wenn Krieg, Gewalt und gesellschaftliche Spaltung den Alltag bestimmen? Wie gelingt es, Verantwortung zu übernehmen, ohne selbst Hass und Entmenschlichung zu verfallen?
Die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin Natalia Kliuchareva, die heute in Landshut lebt, spricht über ihre persönlichen Erfahrungen als russische Autorin im Exil und über die Kraft der Literatur in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Krisen. Ausgewählte literarische Texte bilden den Ausgangspunkt für eine eindringliche Auseinandersetzung mit Fragen von Gewissen, Verantwortung und moralischen Entscheidungen.
Im Mittelpunkt steht nicht die politische Analyse des Krieges, sondern die existenzielle Frage, wie Menschen ihre innere Freiheit und Würde bewahren können, wenn äußere Umstände sie auf eine harte Probe stellen. Literatur eröffnet dabei einen Raum des Nachdenkens, der Empathie und des Dialogs.
Im anschließenden Gespräch besteht Gelegenheit, mit der Autorin über ihre Erfahrungen, ihr Schreiben und die Bedeutung von Menschlichkeit in einer zunehmend polarisierten Welt ins Gespräch zu kommen.
Natalia Kliuchareva ist Schriftstellerin und Publizistin, die für ihren mutigen Einsatz für Meinungsfreiheit und ihre klare Haltung gegen den russischen Angriffskrieg im Jahr 2026 mit dem Johann-Philipp-Palm-Preis für Meinungs- und Pressefreiheit ausgezeichnet wurde.
- Natalia Kliuchareva